20 Turnover zwingen die Wölfe in die Knie

Mit 68:75 gewinnt ratiopharm Ulm mit einer starken Defenseleistung gegen die Rostock Seawolves am 19.4.2026 in der Stadthalle.

Zu Beginn dieses Sonntagsspiels taten sich die Hausherren schwer ins Spiel zu kommen. Sie fanden keinen Rhythmus, einige Fehlpässe führten zu Turnovern und Ballbesitz für die Gäste.
Dann endlich, ab der 7. Spielminute fanden die Wölfe ein Mittel durch die Ulmer Abwehr. Lansdown zog in die Zone, passte zu Nicholson, der jenseits der 3 Punkt Linie wartete und, zack, war der erste Dreier der Partie versenkt. Ulm wollte antworten, doch der Wurf saß noch nicht. Rebound bei Schwartz, schnelles Angriffsspiel, Pass auf VanVliet, der dann den nächsten Dreier versenkte. In dieser Spielphase konnten die Rostock Seawolves sich die Führung erspielen und mit einem 15:11 Spielstand das erste Viertel beenden. 

Ulm startete ins nächste mit schnellen Punkten (15:16), doch Rostock hatte da noch einen Dreier von Nicholson im Ärmel. Die Bayern blieben bissig und nutzten Rostocker Fehler ihrerseits und gingen in Führung. Rostock gelang es nicht bei den eigenen Angriffen die Offensiv-Rebounds zu sichern und Ulm punktete seinerseits. Auch eine Auszeit des Headcoaches aus der Hansestadt half auf den ersten Blick nicht viel. Die Ulmer hielten die knappe Führung mit einer Zonenpresse in der Defense, die Rostock augenscheinlich nicht lag und wieder Turnover ergaben. Frasunkiewicz war gelinde gesagt sauer und nahm die nächste Auszeit. (22:31) Da gab es dann das Rezept, wie die Zonenverteidung auseinander zu nehmen war und im nächsten Angriff machte dann D‘Shawn Schwartz seine ersten Punkte im Spiel, mit einem wunderschönen Dreier vor der eigenen Bank. 
26:37 nahm dann der Ulmer Trainer seine erste Auszeit. Doch hier gab es keine Strategieänderungen. Die Gäste aus Bayern blieben bei ihrer engen Defensearbeit und ihrer 2-2-1- Presse, die es den Wölfen so schwer machte in ihr Fastbreak Spiel zu finden oder überhaupt dem Spiel ihren Rhythmus aufzudrängen. Bent Leuchten verteidigte auf Rostocker Seite stark in dieser Phase. Schwartz traf wieder von der rechten Seite und Rostock verringerte den Abstand (33:39) und ging mit 35:41 in die Halbzeitpause.

Nach der 15minütigen Zeit zum Luftholen blieb es aus Sicht der Hansestädter ein schwieriges Spiel gegen schwierig zu spielende Gegner. Doch die Seawolves kämpften und versuchten es mit cleveren Systemen in die Zone der Gegner zu kommen. Teils gelang es, teils stand die Ulmer Defense hellwach dagegen. TJ Crocket spielte dann mit noch mehr Druck und erzwang Punkte. Baggette zog erfolgreich die Zone der Gäste und war dann nur mit Fouls zu stoppen. Der Vorsprung schmolz (42:46). In der folgenden Phase gelang es Schwartz wichtige Dreier zu treffen und Fouls zu ziehen, die Seawolves waren wieder dran in diesem Heimspiel (47:48). Baggette zog dieses Spiel weiter durch bis zum 50:48, bei dem Ulm dann die nächste Auszeit nahm. Rostock war zurück im Spiel und ging mit 54:53 ins letzte Viertel.

In diesem spielte Ulm weiter diese enge Defense, die schon die Einwürfe unter dem Korb erschwerten und so blieb das Spiel intensiv, kampfbetont und zäh. Ulm schaffte es jede Initiative von Rostock zu unterbinden und führte bei der nun von Coach Frasunkiewicz einberufenen Auszeit mit 57:64. Rostock kämpfte weiter und bekam den Anschluss durch einen Dreier von Schwartz wieder hin (63:66). Ulm nahm die Auszeit, um das Momentum zu brechen. Noch 2:30 Min waren zu spielen. Eine spannende Crunchtime begann. Der nächste Angriff der Ulmer war erfolglos, Rostock machte Punkte. 65:66 Ulm wollte antworten und war nur mit einem Foul zu stoppen. Mit 65:68 griffen die Wölfe an und verkürzten auf 67:68. Ulm antwortete mit 2 Punkten, doch Klasen erhielt im Gegenangriff ein Foul und damit 2 Freiwürfe. 26 Sekunden waren noch zu spielen. Klasen traf beide. 68:70. Die Rostocker Fans saßen schon lange nicht mehr und feuerten ihr Team lautstark an. Ulm traf nach kurzen 6 Sekunden einen Korb (68:72). Rostock nahm seine Letzte Auszeit. 2 Körbe fehlten zum möglichen Sieg. Doch leider war der nächste Angriff nicht erfolgreich, Rostock verlor den Ball und erhielt noch ein Foul und damit war die Partie entschieden. Ulm ließ sich diesen Auswärtssieg nicht mehr nehmen, trotz starker kämpferischer Leistung der Rostocker die nun auf Platz 9 stehen. Mit 68:75 wurde die Partie abgepfiffen. Nun gilt es weitere wichtige Punkte im Kampf um die Playoff-Plätze in dieser engen Liga bei den nächsten Spielen auswärts gegen Hamburg, Ludwigsburg und den FC Bayern zu holen. Let‘s go Seawolves. Wir von der NEUEN ROSTOCKER drücken die Daumen und sind beim nächsten Heimspiel gegen Jena am 2.5.2026 wieder am Start.

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