Im letzten Spiel der Hauptrunde der easyCredit BBL waren die Fans der Rostock Seawolves so laut wie noch nie zu Beginn der Partie. Ganz Rostock wollte, dass dieses Team die Chancen für einen Platz in den Play-ins wahrte und die Saison bitte noch nicht enden sollte.
Die Ausgangslage war eine für die Liga historische. 6 Teams waren mit Anpfiff der Partien an diesem Tag punktgleich und es galt, in dieser Situation alles zu geben, um im Vergleich untereinander die besten Daten mitzubringen. Für die Rostock Seawolves hieß dies: gegen Hamburg siegen und hoffen, dass die Mitkontrahenten verlieren mögen. Die Rostocker standen mit einem Sieg in den Play-Ins, sofern entweder zwei der drei direkten Konkurrenten (Oldenburg, Trier, Vechta) nicht gewännen oder Chemnitz in Braunschweig verlöre. Es brauchte also einen Sieg und Schützenhilfe zugleich.
Die Energie war schon vor dem Tip-off spürbar. Das Team von Headcoach Frasunkiewicz ging unterstützt von den Fans auf den Rängen der ausverkauften Stadthalle mit einem schnellen und kraftvollen Spiel aufs Feld und erspielte sich damit eine Führung mit 27:13 nach den ersten 10 Spielminuten.
Hamburg versuchte Punkte im zweiten Viertel von außerhalb der Drei-Punkte-Linie zu machen, um den Rückstand aufzuholen. Doch die Rostocker Wölfe verteidigten aggressiv und machten die Würfe schwierig. Zudem klappte die teaminterne Kommunikation der Rostocker gut, die Pässe beim Pick-and-Roll kamen an und die Angriffe der Wölfe waren erfolgreich. Auch ein schnelles Spiel nach vorn, zeitigte Fast-Break-Punkte. Die Turnover der Vorspiele waren hier kein Thema mehr. Am Ende der ersten Halbzeit verbuchten die Rostocker 22 Punkte aus der Zone der Hamburger, 7 Punkte über Fast-Break-Spielzüge und ein komfortables Ergebnis, um in der Halbzeitpause Kraft für die zweite Hälfte zu tanken: 55:33.
Die Gäste versuchten weiterhin ihr Spiel umzusetzen, doch scheiterten an der starken Defense der Rostocker. Die Trefferquote der Hamburger blieb schlecht, die der Rostocker blieb weiterhin wesentlich besser. 84:46 stand es in der 28. Spielminute, der Vorsprung von 26 Zählern (86:50) nach Abpfiff dieses Viertels war verdient.
4.478 Zuschauer feierten ihr Team und dieses zeigte sich würdig. Mit 103:71 beendeten die Rostocker die Hauptrunde mit ihrer besten Saisonleistung und nach dem Abpfiff warteten Fans, Team und Management mit Spannung auf die Ergebnisse der anderen vorher punktgleichen Mannschaften. Nachdem alle Partien abgepfiffen waren, stand es fest. Die Rostock Seawolves hatten das erste Minimalziel erreicht: Play-ins auf Platz 9 und damit das Heimrecht im nächsten Spiel (Dienstag, den 12.5.2026) gegen den Tabellenzehnten um Platz 8 in den Play-offs, die dann schon Ende der Woche starten werden. Es ist noch nicht vorbei. Tolle Leistung heute, ihr seid zurück auf der Siegerspur und wir von der NEUEN ROSTOCKER drücken die Daumen für das nächste Spiel. Let‘s go Seawolves und holt euch den Sieg gegen Ludwigsburg.
