Nikolaus, bitte, fülle meinen Stiefel und meine Schuh

Doch wie entstand der Nikolaustag eigentlich? Die Antworten auf alle Fragen rund um Nikolaus gibt es hier.

So wie jedes Jahr stellen zahlreiche Kinder, die in den Wohnungen der Neuen Rostocker leben, am Vorabend des 6. Dezembers ihre geputzten Stiefel vor die Tür, damit sie in der Nacht vom Nikolaus gefüllt werden. Wer kennt ihn nicht diesen Brauch? Und wer erinnert sich nicht an das Vorhaben, wach zu bleiben, um einmal den Nikolaus beim Füllen der Stiefel beobachten zu können? Wer erinnert sich nicht, an die Aufregung am Nikolaustag, um zu schauen, ob der Nikolaus auch an einen gedacht hat?

Die Füllungen sind unterschiedlich. Äpfel, Nüsse und andere Früchte sind die traditionellen Gaben; aber inzwischen packt so mancher Nikolaus auch andere Leckereien und Süßigkeiten in die Schuhe. Und in manchen finden sich auch noch kleine Geschenke.

Für viele Menschen, vor allem für Kinder, stellt der Nikolaustag ein besonderes Highlight in der Adventszeit dar. Fröhliche Nikolaus-Lieder, über Nacht gefüllte Teller oder Stiefel machen den Tag ganz märchenhaft. Doch woher kommen diese Bräuche eigentlich? Und wer war dieser Nikolaus, dem dieser Tag gewidmet ist?

Sankt Nikolaus gilt als Zusammenführung des Bischofs Nikolaus von Myra (um 280 bis um 350 n.Chr.) mit dem etwa 200 Jahre später gestorbenen Abt Nikolaus des Klosters Sion. Nikolaus als Nothelfer der Kinder soll armen Mädchen Geld für ihre Aussteuer zugesteckt haben. Daraus entwickelte sich die Tradition, Kinder in seinem Namen zu beschenken.

Noch immer ist der Nikolaustag, der jedes Jahr auf den 6. Dezember fällt, ein Tag, an dem Geschenke in die Schuhe, Socken oder Schalen gesteckt werden.

Nikolaus wurde so populär, weil sich um seine Person zahlreiche Legenden ranken, die das Bild eines großzügigen und volksnahen Kirchenmannes zeichnen. Beispielsweise soll er einmal Schiffsleuten erschienen sein, die in Seenot geraten waren. Er erschien als Mann mit übernatürlichen Kräften und steuerte das Schiff, setzte die Segel und ließ sogar den Sturm abklingen. Die Seemänner erkannten Nikolaus, als sie später in der Kirche von Myra ein Dankesgebet sprechen wollten. Daher gilt der Heilige Nikolaus heute auch als Patron der Seefahrer. So passt Nikolaus auch gut zur Hafenstadt Rostock.

Der Nikolaustag

Bereits im 6. Jahrhundert wurde der Nikolaus in der orthodoxen Kirche verehrt. Belegt ist das zum Beispiel durch den Bau einer Kirche um 550, die dem früheren Bischof geweiht war.

Im Mittelalter wurde es zur Tradition, Kinder und Arme am 6. Dezember zu beschenken – ganz im Stil des Heiligen Nikolauses, der auch zu Kindern besonders gütig gewesen sein soll. Durch den Nikolaus, der in Europa einst die Geschenke brachte, entwickelte sich später der amerikanische Santa Claus. Dieser tritt meist in einem rotweißen Anzug mit Mütze auf. Auch hierzulande wird der Nikolaus oft so dargestellt. Teilweise besuchen Nikoläuse in dieser Verkleidung auch Kindergärten, Schulen, Weihnachtsmärkte oder andere Orte, um kleine Geschenke an Kinder zu verteilen. In einigen Orten ist der Nikolaus aber auch klassisch als Bischof verkleidet.

Wunschzettel an den Nikolaus schicken, das geht…

Viele Kinder würden ihre Wünsche gerne direkt an den Nikolaus richten. Und das geht sogar! Denn im saarländischen St. Nikolaus gibt es das Nikolaus-Postamt, das vom 5. Dezember bis Heilig Abend (24.12.) von ehrenamtlichen Helfern geführt wird. Die Kleinen können ihren Brief an folgende Adresse schicken:

An den Nikolaus
Nikolausplatz
66352 St. Nikolaus

Jeder Brief wird persönlich beantwortet. 

Egal, wie üppig ein Schuh gefüllt ist, eines ist ganz leicht: schon eine Kleinigkeit im Schuh zaubert ein Lächeln ins Gesicht des Beschenkten. Das Team der Neuen Rostocker wünscht allen großen und kleinen Fans des Nikolaus viel Freude beim Blick in die geputzten Schuhe.

Zurück Weitere News