Beim Sonntagsspiel in der Stadthalle Rostock traten die Rostock Seawolves gegen direkte Kontrahenten im Kampf um die Play-off-Plätze an. Die Fitness First Würzburg Baskets unterlagen beim Hinspiel in Würzburg mit 75:63 gegen die Wölfe. Bei der Partie in Rostock hatten sie jedoch ihren gesamten hochkarätigen Kader auf der Bank und es war klar, dass dies kein einfaches Spiel werden würde.
Die Seawolves holten sich den Tipp-off und machten direkt die ersten Punkte, doch auch Würzburg war von der ersten Sekunde hellwach und beide Teams spielten temporeich und trafen jeweils gut ihre Dreier. Würzburg legte sogar eine Serie von 3 getroffenen Dreiern hin (13:18) und war eine Spur besser bei den Rebounds. So nahm der Headcoach Frasunkiewicz bereits nach 7 Spielminuten die erste Auszeit.
Jetzt verteidigten die Rostock auch jenseits der drei Punkte-Linie wieder intensiver und schafften es durch eine Dreier-Serie von Andy Van Vliet wieder aufzuholen. Doch Würzburg traf auch weiter und so ging es mit 19:25 ins nächste Viertel.
Die ersten beiden Würfe der Wölfe gingen leider nicht ins Netz, Würzburg punktete weiter verlässlich und Rostock lag mit 11 Punkten hinten. (19:30) Doch die Wölfe beweisen eigentlich in jedem Spiel, dass ein solcher Rückstand nicht spielentscheidend ist und griffen in den folgenden Minuten mit einem konzentriertem Teamplay an, punkteten mit einem 9:0 Run und verteidigten verlässlich. Der Ausgleich in der 16. Spielminute zum 33:33 war dann verdient. Doch die Rostocker waren im Kampfmodus und legten noch ein paar gute Aktionen drauf und gingen mit 43:38 in die Halbzeit.
Hoch konzentriert kamen die Wölfe zurück auf‘s Spielfeld, holten ein paar Steals und zeigten sich weiter unbeeindruckt von den Gästen aus Bayern. Doch diese trafen in diesen Spielminuten mit einer besseren Quote und so schmolz der Vorsprung aufgrund nicht vollendeter Angriffe. Zum Glück holte der Center Owen Klassen wie schon in der ersten Hälfte weiterhin die Rebounds und ermöglichte so Second-Chance-Punkte. 49:44 stand es nach 25 Spielminuten. Auch die folgenden 5 Minuten dieses Viertels dominierten die Hausherren und hielten die Führung, jedoch eher knapp. Würzburg gelang es immer wieder Fast-Break-Angriffe durch zu bringen und so stand es 62:59 nach 30 Spielminuten.
Würzburg schaffte dann gleich mit einem Dreier den erneuten Ausgleich. Doch Elias Baggette wollte das nicht so stehen lassen und zog zweimal hintereinander zum Korb und holte weitere wichtige Punkte. Beim Spielstand von 66:64 nahm Rostock dann seine erste Auszeit in dieser Spielhälfte und die war wohl richtig und sehr wichtig. Denn nach dieser stand die Defense der Rostock Seawolves wie ein Mauer und Wolfsburg gelang nichts mehr. 3.446 Zuschauer dieser Partie feierten ihr Team und wichtige Rebounds frenetisch. 2:28 vor dem Schlusspfiff stand es 73:66. 30 Sekunden vor Spielende dann ein für Würzburg ungünstiges technisches Foul beim Spielstand von 74:72. Einwurf Rostock und 2 Freiwürfe für VanVliet durch ein weiteres Foul von Würzburg. 76:72 Es blieb spannend bis zum Schluss. Frasunkiewicz nahm eine weitere Auszeit mit 16 verbliebenen Sekunden und Ballbesitz bei den Gästen. Die versuchten einen Dreier zu platzieren, doch der ging daneben und der Rebound fiel in die Hände von Andy Van Vliet. Der versenkte dann noch einen Freiwurf, Würzburg punktete noch einmal aber die Bilanz passte für Wölfe. Wir feiern mit den Rostock Seawolves den Heimsieg mit 77:74. Weiter so. Let‘s go Seawolves.
