Nach einem Auswärtssieg in Braunschweig begrüßten die Rostock Seawolves im Montagsspiel (15.12.2025) der easycredit BBL die MHP Riesen Ludwigsburg in der heimischen Arena, der Stadthalle Rostock. Ludwigsburg verlor zuletzt gegen den Aufsteiger Trier, doch gewann davor 4 Spiele. Leicht würde dieser Gegner nicht zu schlagen sein.
Die Wölfe gingen mit der richtigen Einstellung aufs Feld und dominierten die ersten fünf Minuten der Partie von Anfang an. Doch das Team aus Baden-Württemberg holte doppelt so viele Rebounds wie Rostock in diesem Viertel und erspielte sich im Ballbesitz Chancen und punktete. Rostock nutzte in dieser Spielphase die Chancen nicht ausreichend und ging so mit einem Spielstand von 14:23 ins zweite Viertel.
Hier besserte sich die Reboundquote und die Spielmacher Landsdowne und Baggette gingen auf Aufholjagd mit den Rostockern. Doch die Gäste legten einen 13:0 Run bis zur 14. Spielminute hin. Zwischenzeitlich betrug der Rückstand 15 Zähler, aber das Team von Headcoach Frasunkiewcz blieb konzentriert und bissig. Ab der 16. Spielminute gelang es den Rostockern Punkte der Ludwigburger durch effektive Defense in der Zone zu verhindern und zugleich netzte Leuchten wichtige Körbe in der gegnerischen Hälfte ein. 34:43 der Halbzeitstand bei einer ausgewogenen Teamleistung der Rostocker, die mit schnellem Passspiel dranblieben.
Leider ging es unkonzentriert weiter im dritten Viertel. Ein unnötiges Foul in den ersten Spielsekunden und Ballverluste, die von den Ludwigsburgern mit Punkten gestraft wurden. 39:52 der Spielstand in der 24. Spielminute. 2.815 Zuschauer waren etwas enttäuscht, aber die Rostocker halten bekanntlich immer zu ihren Teams. Weiter ging es, Baggette und Leuchten spielten auf und konnten nur durch Fouls gestoppt werden. Der Rückstand nun nur noch 8 Zähler und mit guter Defense lief die 24-Sekunden-Uhr für Ludwigsburg ab. Im folgenden Angriff, lief Baggette in einen rückwärts laufenden Spieler und verletzte sich an der Nase. Die Halle tobte, denn es wurde ein Offensiv-Foul gepfiffen. Baggette musste behandelt werden und fiel für die restliche Spielzeit aus. Nun stand die Halle wieder wie eine Eins hinter den Seawolves. Dieses Momentum drehte das Spiel und die Energie war wie ausgewechselt. 55:61 das Zwischenergebnis nach 30. Spielminuten.
Es wurde intensiv und das Spiel wurde enger. Ein Zuspiel von Lansdowne auf Klasen, der flog zum Korb und verwandelte einen wunderschönen Alley-oop into Slamdunk. DeAndre Lansdowne traf einen Dreier und brachte die Wölfe auf 60:61 ran. Das Spiel war wieder offen, ein Gewinn wieder denkbar. Natürlich gab sich das Team von Coach Riipinen nicht kampflos geschlagen und nun zählte jede Aktion. 65:67 und noch 6 Minuten zu spielen. Dann der lang ersehnte Ausgleich durch Kolendra. 2:40 Min. Vor dem Schlusspfiff dann endlich die Führung nach einem Foul während eines Drei-Punkte-Wurfes. Crunchtime. Enge Schussminuten mit wechselnder Führung. Noch ein Klasen-Zuspiel mit Alley-oop. Dieser brachte 3 Sekunden vor Schluss nochmals den Ausgleich. Verlängerung um weitere 5 Minuten.
Und natürlich blieb es knapp und das macht Basketball so spannend. Die Führung wechselte mit einem Punkt Vorsprung mit jedem Angriffswechsel. In der letzten Spielminute der Verlängerung trifft TJ Crocket einen Dreier. 88:84. Ludwigsburg geht an die Freiwurflinie und trifft, leider beide. Rostock greift an, wird ebenfalls gefoult und holt beide Punkte. 90:86. Auszeit Ludwigsburg und noch 20 Sek. zu spielen, in denen die Gäste tatsächlich einen Dreier trafen. 90:89. Auszeit Rostock und Ballbesitz Rostock. Crocket wird gefoult, trifft zweimal an der Freiwurflinie. Jetzt ließen sich die Seawolves den so wichtigen Heimsieg nicht mehr nehmen. 96:89. Wir gratulieren zu so viel Kampfgeist.
